Designer Kooperationen? Machen wir doch schon lange...

26.06.2017 Corporate Fashion Trends, Lifestyle, Events We like

Designer Kooperationen sind aus der Modebranche nicht mehr wegzudenken: limitierte Kapselkollektionen von Stars, Luxus- und Streetwear-Marken sind begehrter denn je. Für Karl Lagerfeld – und Vierke - ist das allerdings nichts Neues...

Lagerfeld war 2004 einer der ersten, der mit einer H&M-Designer Kooperation* für Aufsehen in der Modebranche sorgte. Die Idee war schon damals nicht neu: Bereits 1996 hatte der geschäftstüchtige deutsche Star-Designer eine eigene, wenngleich nicht wirklich Aufmerksamkeit erregende Kollektion im Quelle-Katalog präsentiert.

Mittlerweile sind die flapsig auch „Co-Labs“ genannten Kooperationen das große Trendthema in der Modeszene. Streetwear-Label treffen auf High-Fashion, Stars auf etablierte Unternehmen, kleine Marken auf Textil-Giganten. Stars designen Altbekanntes neu, wie etwa Pharrell regelmäßig für Adidas, G-Star oder sogar derzeit für Chanel. Kanye West kreierte für Adidas seine Yeezy-Kollektion. Louis Vuitton tat sich mit Supreme zusammen, ASOS in diesem Jahr mit MTV. Das Label Vetements trieb es auf die Spitze und zeigte 2016 im Rahmen der Pariser Haute Couture-Schauen eine Kollektion zusammen mit 17 anderen Marken.

Sogar Ikea ist auf den Co-Lab-Zug aufgestiegen und hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem dänischen Living-Label HAY Möbel entwickelt. Und ist gerade erst eine Kooperation mit Virgil Abloh von Off-White eingegangen, einem der derzeit angesagten US-Designer, um der Einkaufstasche von Ikea ein neues Design zu verpassen. Sogar vor Discountern macht das Thema nicht halt: Jette Joop gestaltete Mode für Aldi-Süd, Heidi Klum macht Schlagzeilen mit Bekleidung für Lidl.

Die Beweggründe, weshalb sich immer häufiger große Marken für eine Kooperation entscheiden, kennen auch wir bei Vierke sehr gut. Denn: Große Marken sympathisch in Szene zu setzen, das ist schließlich schon seit über 40 Jahren auch unser Job. Bei den „Co-Labs“ geht es vor allem um Authentizität und Glaubwürdigkeit. Marken neues Leben einhauchen, sich neue Kundenkreise erschließen, wieder den direkten Kontakt zu Kunden finden, das sind die Ziele der Zusammenarbeit. So haben zum Beispiel kleine Marken häufig engen Kontakt zu Community und kommunizieren sehr direkt mit ihren Fans. Auch der Nostalgie-Trend spielt bei den Designer-Kooperationen eine Rolle. Viele Marken, die in den 90ern en vogue waren, sind zurück – und wieder topaktuell. Und nicht zu vergessen: Was limitiert, also knapp, ist, wird ganz besonders begehrt. Wer möchte schon wie jeder andere aussehen?

Wer weiß, vielleicht ist das auch erst der Anfang einer riesigen Co-Lab-Welle, denn auch die Logos von Firmen werden für die Designer immer interessanter – und zum Beispiel fröhlich mit Streetwear gemixt. Für Aufsehen sorgte unter anderem das DHL-Shirt von Vetements. Aber auch unser Kunden FlixBus wurde bereits öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt (hier Link zum Artikel über Stylight). Wir sind jedenfalls offen für alles  - und freuen uns schon auf neue, kreative „Co-Labs“ mit unseren Kunden!

* Im englischen Sprachraum wird die Zusammenarbeit übrigens „collaboration“ genannt. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem deutschen Wort „Kollaboration“, das eine Zusammenarbeit mit dem Feind in einem besetzten Land bezeichnet.

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