Wer im Berufsleben Kleidung trägt, trägt nicht automatisch Arbeitskleidung. Und wer Arbeitskleidung trägt, braucht nicht zwangsläufig Schutzkleidung. Dazu kommen Begriffe wie Workwear, Dienstkleidung, Business Fashion, Corporate Fashion oder Merchandise, die häufig nebeneinander verwendet werden.

Die Unterschiede liegen weniger im einzelnen Kleidungsstück als in seiner Aufgabe. Ein Poloshirt kann Arbeitskleidung sein, Teil einer Dienstkleidung oder Merchandise. Entscheidend ist, warum es getragen wird, welche Anforderungen es erfüllen muss und welche Rolle die Marke dabei spielt.

 

Corporate Fashion

Corporate Fashion ist der übergeordnete Begriff für Bekleidung, die bewusst mit einem Unternehmen oder einer Organisation verbunden ist. Sie übersetzt Farben, Formen, Werte und den gewünschten Auftritt in Kleidung.

Das kann ein einheitliches Shirt für ein Team sein, eine komplette Kollektion für mehrere Tätigkeitsbereiche oder ein individuell entwickelter Business-Look. Corporate Fashion beschreibt deshalb weniger eine bestimmte Kleidungsart als ein Bekleidungskonzept mit erkennbarem Bezug zur Marke.

 

Arbeitskleidung

Arbeitskleidung wird in erster Linie für die Anforderungen einer Tätigkeit ausgewählt. Sie soll im Berufsalltag funktionieren.

Je nach Einsatz bedeutet das beispielsweise Bewegungsfreiheit, Strapazierfähigkeit, pflegeleichte Materialien oder sinnvoll platzierte Taschen. Besonders häufig begegnet sie uns in Handwerk, Industrie, Logistik, Gastronomie und technischen Berufen.

Der englische Begriff Workwear wird heute weitgehend in einem ähnlichen Zusammenhang verwendet. Gleichzeitig hat sich Workwear auch modisch etabliert. Nicht jede Jacke im Workwear-Stil ist deshalb automatisch Arbeitskleidung im eigentlichen Sinn.

 

Schutzkleidung

Hier liegt ein wichtiger Unterschied: Schutzkleidung hat eine konkrete Schutzfunktion. Sie soll Menschen bei ihrer Arbeit vor bestimmten Gefahren schützen und kann Teil der persönlichen Schutzausrüstung, kurz PSA, sein.

Dazu zählen je nach Tätigkeit beispielsweise Warn-, Hitze-, Chemikalien- oder Schnittschutzkleidung. Welche Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Risiko ab.

Ein robustes Arbeitsshirt wird also nicht dadurch zur Schutzkleidung, dass es besonders widerstandsfähig ist. Entscheidend ist die vorgesehene und entsprechend geprüfte Schutzfunktion.

 

Business Fashion

Business Fashion stellt den professionellen und repräsentativen Auftritt stärker in den Mittelpunkt. Typisch sind Blazer, Sakkos, Hemden, Blusen, Hosen, Kleider, Strick oder abgestimmte Accessoires.

Anders als bei einer klassischen Uniform müssen dabei nicht alle Personen identisch gekleidet sein. Häufig entsteht vielmehr ein gemeinsames Erscheinungsbild durch wiederkehrende Farben, Materialien oder Schnitte.

Das macht Business Fashion besonders für Bereiche interessant, in denen Mitarbeitende regelmäßig mit Kundinnen, Gästen oder Geschäftspartnerinnen in Kontakt stehen.

 

Dienstkleidung

Bei Dienstkleidung spielt die eindeutige Zugehörigkeit eine größere Rolle. Sie macht auf den ersten Blick erkennbar, wer zu einer Organisation gehört oder eine bestimmte Funktion übernimmt.

Typische Beispiele finden sich im öffentlichen Verkehr, bei Fluggesellschaften, in Hotels, in der Gastronomie oder bei öffentlichen Einrichtungen.

Dienstkleidung kann dabei durchaus Elemente von Business Fashion, Workwear oder sogar Schutzkleidung enthalten. Die Grenzen sind also nicht immer eindeutig.

 

Merchandise

Merchandise richtet sich nicht ausschließlich an Menschen, die Kleidung während ihrer Arbeit tragen. Ein Hoodie, Shirt, eine Cap oder Tasche kann ebenso für Mitarbeitende wie für Kund*innen, Fans oder Partner gedacht sein.

Bei Merchandise Fashion rückt zusätzlich der modische Anspruch stärker in den Vordergrund. Das Kleidungsstück soll nicht nur eine Marke zeigen, sondern auch unabhängig davon gerne getragen werden.

Genau darin liegt der Unterschied zum klassischen Werbeartikel: Das Produkt selbst bekommt mehr Bedeutung.

 

Die Grenzen sind fließend

In der Praxis lassen sich diese Kategorien selten vollständig voneinander trennen. Eine Busfahrerin kann Dienstkleidung tragen, die gleichzeitig Corporate Fashion ist. Eine Jacke für ein Logistikteam kann Arbeitskleidung sein und dennoch exakt auf die Unternehmensfarben abgestimmt werden. Ein hochwertiger Hoodie kann intern als Mitarbeiterbekleidung eingesetzt und gleichzeitig als Merchandise ausgegeben werden.

Für Unternehmen ist deshalb weniger entscheidend, welcher Begriff auf dem Etikett steht. Wichtiger ist die Frage, was die Kleidung im konkreten Einsatz leisten soll.

Genau an diesem Punkt beschäftigt sich VIERKE mit unterschiedlichen Formen von Corporate Fashion. Je nach Projekt kann daraus funktionale Arbeitskleidung, repräsentative Business Fashion, eine Uniform, Merchandise oder eine Kombination mehrerer Bereiche entstehen.

Denn am Ende bestimmen Tätigkeit, Menschen, Marke und Einsatzbereich gemeinsam, welche Kleidung wirklich passt.